Vom Kippeln zur Hang- oder Dammsicherheit – systemisch gedacht und sicher gemacht
Wie die eigene Erfahrung des Kippelns mit einem Stuhl die Sicherheit am Hang erhöhen kann und wie ein mehrstufiger Prozess aufgrund einer gut gebauten Architektur wirklich wichtige Fragen zum Thema Dammsicherheit ab jetzt und in Zukunft dauerhaft sicher beantworten kann.
Vermutlich kennt das jeder aus ganz persönlicher Erfahrung, beim Kippeln mit einem, dazu geeigneten, Stuhl kommt es sehr genau auf das gute Gefühl eines ganz speziellen Gleichgewichtes an, um nicht damit umzukippen! Einmal abgesehen davon, bleibt es bei der grundsätzlichen Empfehlung, gerade eben nicht mit einem Stuhl zu kippeln!
Aber dieses Bild und die Erfahrung sind sehr gut geeignet, sich eine Vorstellung davon zu machen, wie es ist, ob ein Hang oder ein Bahndamm denn nun genau im richtigen Gleichgewicht ist, und das auch bei Starkregen oder anderen aktuell zunehmenden klimatisch besonderen Ereignissen, oder droht in einen kritischen Zustand zu kippen.
Das aktive Fühlen beim Kippeln wird zum Krisenmanagement, das flächendecken heute bei Hängen und Dämmen, wie Bahndämmen zum Beispiel, ganz und gar passiv ist oder leider gänzlich fehlt.
Ein Hang oder Bahndamm hat selten jemanden, der mit Erfahrung und einem entsprechenden gut gelernten Gefühl, dessen Gleichgewicht und damit dessen Stabilität gerade in kritischen Situationen andauernd unter die Lupe nimmt. Damit natürlich auch niemanden, der im Notfall entsprechend rasch reagieren kann!
Die Lösung: ein intelligenter siebenstufigen Workflow auf der Grundlage der klaren Vierebenen-Architektur
Die Beherrschung komplexer geotechnischer Risiken an Hängen oder Dämmen erfordert eine modulare Systemarchitektur, die den gesamten Lebenszyklus der Überwachung abbildet. HANGGUARD integriert hierzu einen siebenstufigen Workflow in ein vierstufiges Ebenenmodell, um von der ersten Indikation zur aktiven Schutzmaßnahme zu gelangen.
Die neue Datengrundlage basiert auf der Zusammenführung vorhandener Daten mit dem digitalen Zwilling und Daten in der Echtzeitmessung.
Mit der Modellierung der Einzugsgebiete wird die gesamte hydraulische Kette oberhalb des Hangs abgebildet, das lässt Kumulierungseffekte vorhersehen und Abflusskonzentrationen wirklich präzise vorhersagen. Die reale hydraulische Kapazität von Gräben, Durchlässen und Rückhaltebecken fließt direkt in die Risikomatrix ein, statt von idealisierten und statistisch bestimmten Abflussbedingungen auszugehen. Durch die Korrelation von Echtzeit-Niederschlagsdaten mit Bodenparametern werden Instabilitäten vorhersehbar, bevor physische Verschiebungen messbar sind! Die tiefgreifende Analyse der Wasserwege ist die notwendige Voraussetzung für die Parametrierung der spezifischen Sensorebene.
Hochpräzise Messdaten bilden das Rückgrat für den wissenschaftlichen Baugrundsicherheitsnachweis. Erst die Kombination unterschiedlicher Messgrößen ermöglicht die Differenzierung zwischen Rauschen und echten geotechnischen Anomalien.
Diese hochfrequenten Sensordaten (Tilt-Node, Laser-Node, Rain-Node, Strain-Node, Pore-Node, Kamera/LiDAR-Gateway) speisen die Quorum-Logik, wodurch sichergestellt wird, dass betriebliche Eskalationen ausschließlich auf validierten physischen Ereignissen basieren.
Die klare, dynamische Risikomatrix und Alarmlogik (Ampel-System) ermöglicht die dauerhafte Zustandserfassung eines Hangs oder Damms bis zur aktiven Alarmierung vor dem kritischen Zustand.
Hang- oder Dammsicherheit sicher handhabbar
Praktisch ist es also so, als würde man die Erfahrung der gefühlten Kontrolle, wie beim Stuhlkippeln, mit Hilfe modernster Technik, präziser Messmethoden und einem 3D-Zwilling so auf die spezielle Hang- und Dammsituation übertragen, dass diese nun wissenschaftlich fundiert vom Kontrollgefühl zur tatsächlichen Kontrolle und Beobachtung übergeht und selbst mit extremen Situationen proaktiv umgehen kann. Und das ganze auch, wenn man noch nicht mal in der Nähe des Stuhls ist.
Aus vorhanden und neuerhobenen Daten, wird so unter Zuhilfenahme von Echtzeitdaten ein zuverlässiges System, dass Instabilitäten vorhersehen kann bevor tatsächlich etwas ins Rutschen kommt.
Wie genau das auch in Ihrem Fall aufgebaut und umgesetzt werden, das klären wir gern einem ersten Gespräch, ganz und gar ohne Kippeln.
